KUNST+SCHUND #60

Kunst+Schund #60
„Organspende, comprende?“
So 12. April ab 18 Uhr
Live auf Radio Blau

k+s60organspende

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Organspende – wir wollen alles wissen!

Kunst+Schund diesmal zum Thema Organspende, Hirntod und die Frankenstein-Medizin:

Bereits seit 2010 diskutiert die wissenschaftliche Fachwelt intensiv über den Hirntod als Todeskriterium, welcher 1968 allein aufgrund neurologischer Befunde als Todeszeitpunkt definiert wurde. Die damals gerade aus der Taufe gehobene Transplantationsmedizin sollte nicht unnötig blockiert werden, denn Organe dürfen nur Toten entnommen werden, nicht noch lebenden Menschen.
Damit diese Organe überhaupt verpflanzt werden können, müssen sie jedoch möglichst lange „lebendig“ bleiben, während der Mensch, dem sie entnommen werden sollen, möglichst „tot“ sein muss. Da war der Hirntod – also der irreversible Funktionsverlust des Gehirns – eine nahezu ideal erscheinende Lösung für die Definition des Zeitpunkts des menschlichen Todes.

Inzwischen wird mehr und mehr in Frage gestellt, ob es sich bei hirntoten Patienten tatsächlich um Verstorbene handelt, zeigen diese doch noch alle körperlichen Zeichen von Leben: Sie können ihre Temperatur regulieren, Wunden verschließen, Infekte bekämpfen, wachsen und sogar gesunde Kinder austragen.
So stellt sich zwangsläufig die Frage: Wie tot ist ein Hirntoter?

Die Infomaterialien, die es heute von offizieller Seite zur Organspende gibt, klären über die Fakten rund um den Hirntod und den Vorgang der Organspende selbst nur sehr unzureichend auf. Vieles fehlt.

Wer sich jedoch für oder gegen eine Organspende entscheiden soll, braucht jedoch klare, umfassende und ehrliche Informationen. Sonst ist keine freie und selbstbestimmte Entscheidung möglich.

Moderator Schwarwel und das Kunst+Schund-Team haben Mediziner und Betroffene ins Radio-Blau-Studio eingeladen, um Für und Wider von Organspende von hinten und von vorn auszuleuchten – zur Entspannung wird Musik gereicht.

www.wir-wollen-alles-wissen.de


Unsere Gäste:

Dr. med. Katrin Meitsch ist Ärztin, Betriebsmedizinerin und Allgemeinmedizinerin mit eigener Praxis in Leipzig. Für sie ist das Thema Organspende eine wichtige Angelegenheit, für die sie mehr Aufklärungsarbeit leisten möchte.

www.arzt-oeffnungszeiten.de/allgemeinarzt-katrin-meitsch-leipzig


Julia ist 22, kommt aus Magdeburg und hat einen Freund in Leipzig, weshalb sie so oft es geht hier ist.
Sie ist Mukoviszidose-Betroffene und wartet seit zwei Jahren auf eine Spenderlunge.
 
Holger ist Mukoviszidose-Betroffener. Sein Gesundheitszustand ist soweit stabil, dass er nicht auf der Organempfängerliste gelistet ist.
Er ist Mitglied im Verein Mukoviszidose Selbsthilfe Leipzig e.V. und macht sich stark für mehr öffentlich Aufklärung wie z. B. durch den Muko-Lauf, der in diesem JAhr am 20. September 2015 stattfindet.

www.muko-leipzig.de